Mittwoch, 16. Juni 2010

Freakbox encore!


Ja, so sieht das also nach der Mitarbeit des Regen-wetters aus, und ich finde es schon viel hübscher so!
 
Diese Box hatte eine unerwartete Nebenwirkung: ich hatte jedes Mal, wenn ich an ihr vorbeikam, eine verschmitzt schmunzelnde Freude daran. Das erkläre ich mir so: ich habe den Eindruck, dass dieser Tage unsere Gesellschaft durch die Bilder, die uns aus Printmedien, Film und Internet entgegen drängen, und zwar die pornografischen Bilder und die Werbebilder, die mit Sex als Lockmittel Schuhcreme und Joghurt verkaufen wollen und die Bilder auf manchen Weinetiketten (ein nackter Frauenkörper - Kopf, Arme, Beine -weil unwesentlich- abgeschnitten) um ein konkretes Beispiel zu nennen, etwas überspannt ist in Sachen Sexualität. Dass also unsere Gesellschaft an allem, was eigentlich erst durch Intimität wirklich klasse wird, gar sehr interessiert ist. Einserseits. Andererseits werden manche Intimitäten möglichst totgeschwiegen, sollen ohne weiteres Aufsehen durchlebt werden, am besten unsichtbar - obwohl sie das Emfinden einer Frau durchaus prägen.
Tja,
und nun das: was mir gerade unterkommt, wird ins Schachtelprojekt eingearbeitet. Also hängen da jetzt diese kleinen unaussprechlichen Dinger auf der Strasse, plustern sich gar im Regen auf, und nehmen auch ein bisschen von dem Raum ein, der sonst von der industrialisierten Geilheit vereinnahmt wird. 
Und ich merke, es macht wirklich Spass, einen eher verpönten Teil der eigenen Lebensrealität ans Tageslicht zu holen 
:O)))
 
(Ich erlaube mir also eine Empfehlung an die Leserinnen dieses Blogs:
habt ihr Tampons zu Hause? hängt eines draussen auf (geschmückt mit einem Mascherl?), und beobachtet, ob sich der Schmunzeleffekt einstellt! Viel Spass!)