Samstag, 11. September 2010

Traumfänger 2

...hier noch eines von Bernds feinen Bildern.

Damit verabschiede ich mich für einige Zeit - ich mache einen längst notwendigen Urlaub, und falls ich auf Reisen etwas finde, wird es sicher die nächste Box bereichern!

Traumfänger...


...daran erinnert dieses Ding einen Kollegen, der Bernd und mich bei der Aussetz- und Fotoaktion begleitete. Und so ist es jetzt unter diesem Namen auf meinem Computer abgespeichert.

Bevor ich nämlich von Bernd die Fotos bekomme, hinterlässt eine befüllte Box noch gar keine Spuren im Computer - das ist schon ziemlich ungewöhnlich dieser Tage, sogar bei mir.

Beim Befüllen der vorigen Schachtel war ich ein bißchen in Bedrängnis gewesen:
ich hatte einfach nicht so viele Dinge gefunden. Nicht in der jetzt schon etwas ausgesuchten Bastellade, und schon gar nicht auf der Straße. Kann man auf Befehl finden? Suchen ist ja gar nicht der geeignete Weg, oder sollte ich immer suchend durch die Gegend laufen? Ich weiss also nicht genau, wie es gegangen ist, diesmal gibt es genug Fundstücke für eine ordentliche Füllung und eine Umgarnung dazu:
der ölig, schmutzige Ring lag auf einer Kreuzung, 
die rostigen Nägel auf der Donauinsel, 
das Alufolienschnipsel hat irgendwie die lange Zeit seit meinem letzten Kebap im Büro überdauert, 
die Box selbst enthielt ursprünglich Krautfleckerl (und wer jetzt an meine Kollegin Michi denkt, hat recht!), 
die Flaumfeder fand ich nach einem nächtlichen Picknic in der Wiese, sie war meiner Begleiterin aus der Krone geschwebt (...das klingt zauberhaft, und so war es auch)
das füllfeder-artige Ding war im Gras neben der Ausstellungsstrasse.
Papierkärtchen, Slipeinlage und rote Lamettafäden sind aus dem Bastelfundus, 
und das Herz links neben dem Stift lag auch auf der Straße. 

Finden macht Spaß, besonders wenn eine weiß, wie sie die kuriosen Teile weiter verwenden wird!

Freitag, 3. September 2010

...eine echte Schachtel! 2










... denn diesmal hat wieder der Regen zugeschlagen, oder eher zugeschüttet!
Immerhin, das Ergebnis ist optisch auch ganz ansprechend. Die farbenfrohen Reste habe ich ein paar Meter von der ursprünglichen Stelle wiedergefunden, wo der Wind sie abgelegt hat, nachdem der Regen die Verklebung der Schachtel, die auch die Schnur zum Aufhängen hielt, aufgelöst und das ganze Objekt befreit hat.

Die Einzelteile haben ihr Eigenleben wieder, und das finde ich vor allem beim Passfoto interessant.
Das habe ich nämlich ein paar Tage vor der Schachtel-Befüllung auf der Strasse gefunden, und getreu dem "Projektplan" gleich verwendet. Aber es scheint wohl einen etwas nomadischen Geist zu haben ( ...äh, also, wenn man annimmt, dass Fotos überhaupt so etwas haben können), denn schon ein paar Tage später war es wieder verschwunden.
Vielleicht kommt es ja woanders unter und erlebt noch etwas Ungewöhnliches...

Meistens räume ich ja auf, wenn eine Schachtelaktion vorbei ist (die nasse Box landete nach dem Knipsen auch im Mistkübel), aber die Masche in der Ranke habe ich noch ein bisschen hängen lassen!

...eine echte Schachtel!


So geht es: im vorletzten Post habe ich noch den Mangel an Kartonboxen bedauert, und schon gibt´s eine echte Schachtel zu befüllen!

Während die Vorgängerbox einen Platz in einer belebten Einkaufsstrasse gefunden (und den dann nicht lange behalten) hat, ist diese Schachtel an einer etwas abgelegeneren Stelle ausgesetzt worden, dafür in grün umranktem, sehr eleganten Ambiente.
Dort ist sie aber auch nicht sehr lange geblieben...

Dienstag, 24. August 2010

Feuer, Fell und Fragen 2


Hier noch ein Bild zu dieser Runde, es zeigt wieder ein bissl was vom Drum- herum, aber diesmal wird nicht so genau verraten, wo die Schachtel ausgesetzt wurde!
(Wer neugierig ist, kann mich ja fragen!... wo ich doch gerade die Kommunikationsmöglichkeiten eines Webblogs zu behirnen beginne ;O)

Feuer, Fell und Fragen!


Heute gleich zu Beginn die Abschlussmeldung:
Am Vormittag nach der Aufhäng-aktion sah ich  -während ich mir noch überlegte, wie sie wohl den nächtlichen Regen überstanden hätte- dass die Schachtel weg war. 
Extra flott - über Nacht! Ich würde ja gerne mal was anderes berichten, ich würde mich auch über Nachrichten von neuen Box-besitzern freuen (deswegen bringe ich den link zum blog auch immer irgendwo an der Schachtel an) aber leider....

Bei der Gelegenheit gleich was Interessanteres:
über Nachrichten, Zu- und Widerspruch von Blog-Leser/innen würde ich mich natürlich auch freuen! Habt ihr Ideen, Wünsche, Anregungen?
Oder findet ihr das ganze nur seltsam, und seid versehentlich hier gelandet? Oder lest ihr mit, weil es tröstlich ist, dass andere Leute auch Unfug machen? (...und was ist dann euer Lieblingsunfug?) Let me know!

Dafür lass´ ich euch wissen, dass ich eigentlich gedacht hatte, bei diesem Projekt werde ich meistens mit Kartonboxen arbeiten, ganz klassisch also. In Wirklichkeit kommen mir hauptsächlich Plastikbehältnisse in die Finger. Und da führen jetzt die Computerzubehörverpackungen vor den Take-Away-Essenschachteln. 
Zeichen der Zeit und der Lebensweise - mir wäre ja Karton lieber, aber ich nehme was kommt. Michi, die schon die schnittige Salatverpackung " The Wave" ins Spiel gebracht hat, hat beim Auspacken ihrer neuen Maus an mich gedacht. Und wie soll ich diesem eigenwillig gefomten kleinen Schachtelmonster widerstehen, das sie mir gegeben hat?
Ich habe es also ebenso eigenwillig befüllt (eine Mischung aus Feuer und Fell) und ausgesetzt.
So richtig schön ins Bild gebracht hat es diesmal mein Illustratoren-Kollege Bernd, der nach Andreas die fotografische Dokumentation übernommen hat ( und Bild anklicken funktioniert auch diesmal wieder, um etwas mehr zu sehen!) 
Was Bernd sonst so ins Bild setzt, und wie er es macht, kann man hier bewundern:
www.ausgezeichnet.com






Freitag, 30. Juli 2010

... durchsichtig2 ...

...habe ich ein zweites Bild, das ein bisschen genauer zeigt, dass und wie auch diese Schachtelei etwas mit dem öffentlichen Raum zu tun hat, hier extra gepostet.

... durchsichtig...

Dazu hat also der inspirierende Ausstellungsbesuch geführt, nicht direkt, ich habe ja wieder mit den Dingen gewerkt, die mir der Zufall in die Hände gelegt hat, aber irgendwie war es doch anders.
Und es ist mir gar nicht leicht gefallen, dieses Ding dort zurückzulassen
(wo es wieder einmal nur einige Tage blieb), aber es hätte auch keinen Sinn gehabt, es wieder mitzunehmen - ich finde es ist auf dieser zersprungenen Scheibe an seinem idealen Platz.
Also bleiben die Fotos - die feinen von Andreas, die glücklicherweise alle Details der kurzen Geschichte bestens zur Geltung bringen, und meine Doku-Knipsereien - das einzige Zeugnis.
Wenn man das Bild anklickt, kann man es noch etwas grösser sehen.
Das klappt leider nicht immer, wenn mehrere Bilder in einem Post sind, funtktioniert diese Option anscheinend nicht, darum ...

Mittwoch, 21. Juli 2010

Inspiration

Empfehlung: die Ausstellungen in der Kunsthalle zur Zeit ( Keith Haring und Street and Studio) sind wirklich erbaulich!
Besonders das Video "Autocreated" von Brad Downey ist ein kleiner Hauptspass, es berichtet von einer schönen, humorvollen, eigenwilligen also einfach genialen Aktion.
Mir ist während des Besuches gedämmert, dass wir uns mit den beiden " Boxenprojekten" mitten in einem aktuellen Kunstphänomen bewegen (darüber mache mir ja sonst eher weniger Gedanken, weil es mir einfach darum ging, ein Stück öffentlichen Raumes nach eigenen Ideen zu bespielen, und das kommerzfrei).
Die zweite Erkenntnis, die mich dabei gefreut hat: die Blechbox und die anderen Boxen gehören eindeutig zu den ungewöhnlicheren Beispielen des Genres. 
:O)

Mittwoch, 30. Juni 2010

Nette Kuh

Nach den beiden mit Hygieneartikeln bestückten und recht freakigen Boxen geht es im Land der Schachteln wieder braver zu. Die Bauteile dieser Füllung, die mit Hygieneartikeln in Berührung gekommen sind, habe ich gut getarnt. Die Schachtel selbst und die freundliche Kuh sollen -wenn überhaupt etwas Spezielles- dann gepflegte Harmlosigkeit ausstrahlen. Und gutes Essen (ja, da sind roten Linsen und Polenta in den Döschen links und rechts) ist ja auch was Beruhigendes.
Für´s erste habe ich mich selbst zurückgepfiffen, was aber nicht heisst, dass nicht doch wieder Tampons und Slipeinlagen in den Boxen auftauchen könnten (ich habe ja noch so viele, die verarbeitet werden wollen) - wenn mir der Sinn nach Abenteuer steht.
Der Platz, an dem die Schachtel hängt, ist ein Ort der Erholung. Ruhe auch hier, und es ist eine Reaktion auf einen Fehler, der mir beim Aufhängen der vorigen Box unterlaufen ist: die wunderschöne abgeschlagene Ziegelwand geht nach oben hin in ein gediegenes Jahrhundertwendehaus über. Schlechte Idee! Hausmeisterterritorium! Es hat nicht lange gedauert und die Box war weg, und ich bin doch ziemlich sicher, dass sie in einem Mistkübel gelandet ist.
An manchen  Tagen kann mich der Gedanke, dass ich bei diesem Projket ziemlich oft einfach für den Müll arbeite, ziemlich frustrieren. Das vergeht, und ich weiss ja, dass es auf der Strasse nicht zugeht wie im Museum. Davon könne andere dramatischere Geschichten erzählen.


Montag, 21. Juni 2010

Da haben wir den Salat!


Etwas verspätet ein Post zur aktuellen Schachtel.
Dafür hat sich die Fotografische Unterstützung genau rechtzeitig wieder eingestellt. Und so entstand dieses Bild von der etwas überschwänglich designten Salatbox (die habe ich meiner Bürogenossin abgeschwatzt, noch bevor sie fertig gegessen hatte) mit der von Zufall diktierten Füllung (auf dem Weg ins Büro stolperte ich über einen rostigen Nagel, und das erinnerte mich an die kleine Nagelsammlung, die in meinem Bastelfundus auf Verwertung wartete ebenso wie die Slipeinlagen... die waren nach dem letzten Boxenspass ohnehin ein Muss!)
Die Kombination dieser Zutaten ergibt ein eher herbes Bild, das Foto lässt die Schachtel zu einem richtigen "Objekt" werden - ich persönlich dachte eher an Eisenmangel während der Regeltage und an meinen geheimen Wunschberuf, als ich alles zusammensetzte (aber das sollte ich vielleicht gar nicht dazuschreiben, um es nicht zu entmystifizieren!) 

Mittwoch, 16. Juni 2010

Freakbox encore!


Ja, so sieht das also nach der Mitarbeit des Regen-wetters aus, und ich finde es schon viel hübscher so!
 
Diese Box hatte eine unerwartete Nebenwirkung: ich hatte jedes Mal, wenn ich an ihr vorbeikam, eine verschmitzt schmunzelnde Freude daran. Das erkläre ich mir so: ich habe den Eindruck, dass dieser Tage unsere Gesellschaft durch die Bilder, die uns aus Printmedien, Film und Internet entgegen drängen, und zwar die pornografischen Bilder und die Werbebilder, die mit Sex als Lockmittel Schuhcreme und Joghurt verkaufen wollen und die Bilder auf manchen Weinetiketten (ein nackter Frauenkörper - Kopf, Arme, Beine -weil unwesentlich- abgeschnitten) um ein konkretes Beispiel zu nennen, etwas überspannt ist in Sachen Sexualität. Dass also unsere Gesellschaft an allem, was eigentlich erst durch Intimität wirklich klasse wird, gar sehr interessiert ist. Einserseits. Andererseits werden manche Intimitäten möglichst totgeschwiegen, sollen ohne weiteres Aufsehen durchlebt werden, am besten unsichtbar - obwohl sie das Emfinden einer Frau durchaus prägen.
Tja,
und nun das: was mir gerade unterkommt, wird ins Schachtelprojekt eingearbeitet. Also hängen da jetzt diese kleinen unaussprechlichen Dinger auf der Strasse, plustern sich gar im Regen auf, und nehmen auch ein bisschen von dem Raum ein, der sonst von der industrialisierten Geilheit vereinnahmt wird. 
Und ich merke, es macht wirklich Spass, einen eher verpönten Teil der eigenen Lebensrealität ans Tageslicht zu holen 
:O)))
 
(Ich erlaube mir also eine Empfehlung an die Leserinnen dieses Blogs:
habt ihr Tampons zu Hause? hängt eines draussen auf (geschmückt mit einem Mascherl?), und beobachtet, ob sich der Schmunzeleffekt einstellt! Viel Spass!)


Mittwoch, 2. Juni 2010

Freakbox ahoi!

...oh, wow!
Diese Schachtel ist um einiges freakiger geworden, als ich mir das vorgestellt hatte. Die Materialien sahen während der Arbeit noch so hübsch aus (darum unten zwei Fotos von der Bastelphase), aber die fertige Füllung erinnert an eine Maske oder sonst ein schräges Gesicht, und das ist gar nicht in meinem Sinne.
Diesmal hat mir auch der fotografische Beistand von Andreas besonders gefehlt, denn er hätte sicherlich einen besseren Blickwinkel auf dieses Objekt gefunden als ich. (Wegen Termingedrängel war er jetzt einige Male nicht dabei, aber ich hoffe, bei der nächsten Box klappt es wieder!)

Ursprünglich ging es mir bei dieser Box hauptsächlich um einen Dialog mit dem Wetter, weil sich der Regen, wie jetzt schon zweimal zu bemerken war, gerne am Boxen-Projekt beteiligt. Also dachte ich mir: man soll sich nicht gegen höhere Gewalten stemmen, sondern lieber mit ihnen arbeiten.
Man darf also neugierig sein, wie diese Box nach Wettereinwirkung aussieht.

Eine Anmerkung noch zu den Materialien: Schachterl im Kasten gefunden, das dolle rote Glitzerzeugs hatten wir ja schon mal, und die Tampons - nein, es ist keine Verschwendung von edler Baumwolle, die  waren für ihren eigentlichen Zweck nicht mehr zu gebrauchen, ich musste also eine andere Verwendung für sie finden!


Am Tag als der Regen kam...

...sah die ganze Sache dann ein bißl traurig aus.

Genau genommen hat es etwas länger als einen Tag gedauert, bis die einzelnen Sinnesorgane gut durchweicht waren, und sich schliesslich von ihren Plätzen verabschiedeten. Die Telefonzelle bot nämlich gar keine Deckung, weil der Wind den Regen genau durch die offene Seite hineinwehte (...ja daaaamals, als Telefonzellen noch Tüüüren hatten, wäre das nicht passiert....)

Grundsätzlich ist es aber ohnehin klüger, die fünf Sinne nicht in einer Plastikbox sondern sonst irgendwie sinnvoll beisammen zu halten. Die Versuchsanordnung hat also nur gezeigt, was bei einer so abgehobenen Sinnlichkeit passieren kann.... ( errm, ja, um die Sache doch noch positv abzuschliessen, nämlich!)

Mittwoch, 19. Mai 2010

Trotz allem: weiter geht´s!

Ein feines indisches Essen war die ursprüngliche Füllung dieser Box, und der Widerspruch zwischen den liebevoll zubereiteten, aromatischen Speisen und ihrem rein zweckmäßigen Behältnis hat irgendwie zu dieser Nachfüllung geführt. So ist der " Container der separierten Sinne" entstanden.Das lustig unterteilte Plastikdings kam mir sehr gelegen, weil ich es ja besser machen wollte, als bei der letzten Box - diesmal also wasserfestes Material und unter Dach platziert!
Sie schwebt auch nicht vor einer Altbau fassade herum, sie hängt an der Glaswand einer Telefonzelle (auf dem 2. Bild sieht man es genauer), was den Wohnlichkeitsfaktor des Telefonierstübchens doch etwas erhöht - und ich denke:
wir sind es zwar schon gewohnt auf freier Wildbahn zu telefonieren, aber wenn es schon einmal von der Zelle aus sein muss, dann darf die doch ein bisschen hübsch sein.

Noch eine Erklärung, warum die Posts und das Aussetzen der Boxen in der letzten Zeit etwas ins Stocken geraten ist (was mit leid tut!!):
heute Abend wird eine kleine Ausstellung mit Arbeiten von Maria Blazejovsky und mir eröffnet ( info hier:  http://www.galerievorort.at ), und weil die Vorbereitungszeit dafür so knapp war, hat das zu einiger Panik geführt.
Jetzt hängt aber alles schon wo es hingehört, und ich hoffe, dass ab heute wieder mehr Zeit für andere Dinge, wie Menschen, Tiere, Essen, Trinken, Schlafen(!) und Schachteln in der Stadt sein wird!

Abgebremste Reisen...

...kommen ja dieser Tage (zumindest für Flugreisende) öfters vor.
Diese Box ist wohl eine Flug-Reisetraum-Schachtel, denn ihre Reise in die große, weite Welt viel eher kurz aus.
Das ist mein Fehler - die Reise hätte vielleicht auch eine richtig lange Flugreise werden können.
Aber ich habe eingegriffen, als ich merkte, dass die Box nicht der Wetterlage entsprechend platziert ist. Dem Regen und dem Wind ausgesetzt wie sie an ihrem nicht optimal gewählten Platz war, hätte sie wohl entweder bald die Form verloren oder sich tatsächlich mit den stürmischen Lüften auf den Weg gemacht.
Und dann fuhr der Arbeitsstress drüber - also nicht direkt über die Schachtel (die wäre sonst flach wie eine Palatschinke), aber über das Vorhaben, ihr eine neue Stelle draussen zu finden:
sie liegt noch im Atelier und wartet!


Mittwoch, 5. Mai 2010

Die Reisetraum-Schachtel

Wie schon bei der vorigen Box beschrieben, habe ich mich auch beim Befüllen dieser kleinen Schachtel (sie ist mit einem Satz neuer Visitenkarten schon vor einiger Zeit bei mir gelandet) möglichst dem Zufall überlassen.
Darum bin ich nach der Fertigstellung erstaunt, wie genau sie meine derzeitige Situation in bezug aufs Reisen widerspiegelt, wo ich doch hauptsächlich auf ein stimmiges Gesamtbild konzentriert war. Andererseits: das ist ja oft so beim künstlerischen Arbeiten, dass eine Fülle Informationen, die eher im Unterbewusstsein beheimatet sind auch ihren Weg ins Bild finden.

Und irgendwie sieht das ganz ein bisschen nach Schrein aus, finde ich, durch die Form der Schachtel mit ihrem integrierten Deckel ( das Ganze aus einem Stück Karton gefaltet, sowas liebe ich!)

... und jetzt unternimmt sie also ihre eigene kleine Reise...

Samstag, 1. Mai 2010

Wunsch erfüllt!

Tatsächlich! Nach einiger Zeit war das "Zahnkasterl" weg, und ein Stück Paketschnur ist das letzte Zeichen, dass an die ganze Geschichte erinnert. Ich weiss natürlich nicht, ob die kleine Box nicht einfach in einem Mistkübel gelandet ist, aber ich denke positiv, und hoffe, dass dem nicht so ist.
Das macht nämlich mehr Laune für weitere Schachteln und Füllungen, und das braucht eine ja auch!

Mittwoch, 21. April 2010

Diesmal etwas kleiner!


Das Hasen- bzw. Gemüsekisterl hat mir nach ca. 10 Tagen wackeren Hängens eine neue Erfahrung verschafft:
bisher - also während des ersten Blechbox-Projektes - waren meine Beiträge zum Strassenbild immer recht schnell und gründlich ausgeräumt worden (und höchstwahrscheinlich im Mistkübel gelandet, kann man im anderen Blog nachlesen).
Diesmal- oh nie gekannte Freude! - war nach abgelaufener Frist abgesehen vom flotten Hasentier noch alles an Ort und Stelle,
und ich konnte selbst die Reste abnehmen. ( TIP: man muss Kabelbinder gar nicht aufschneiden, wenn man den kleinen Riegel im Verschluss vorsichtig wegbiegt, kann man sie öffnen und noch oft wiederverwenden! ....na? sparsam mit den Ressourcen, oder was?)

Ehrlich gesagt:
das Aufräumen war gar nicht soo amüsant! Hatte ich mir ... nein, hatte ich mir nicht toller sondern eigentlich gar nicht näher vorgestellt, aber es wird nicht mein Lieblingshobby werden.
Da trifft es sich gut, dass mir diesmal eine Schachtel von handlicherem Format untergekommen ist - das ist diesmal Teil der selbst auferlegten Projektvorgaben, ich verwende möglichst viele Materialien, die zufällig in meiner Reichweite auftauchen oder in meinem Bastelfundus auf neue Verwendung warten (die Bestandteile diesmal: eine Plastikschachtel, in der ein kleiner Computerbestandteil, den mein Lebensgefährte zum Arbeiten braucht, geliefert wurde, ein Stück vom Hasenhimmelstoff aus der letzten Box, Paketschnur, eine etwas gealterte Vitamintablette, roter Glitter, den ich aus einer ausgeräumten Wohnung mitnehmen durfte, als wir sie besichtigten, und nunja .... Knochen und Zähne, die völlig ohne Anwendung von Gewalt bei mir gelandet sind -ehrlich!- die habe ich bei einem Spaziergang auf der grünen Wiese gefunden!)
Vielleicht lässt sich ja jemand hinreißen, diese abwechslungsreich bestückte Box mitzunehmen (so daß mir das aufräumen erspart bleibt... ;O)

Mittwoch, 14. April 2010

...Hase entfleucht!

... es ist ja durchaus verständlich, es ist Frühling und da kann ein Hase einfach nicht lange stillsitzen.
Er war jedenfalls ein paar Tage später weg,
und mir scheint, die Person, die bei der Flucht mitgeholfen hat, hätte ihm auch gerne sein Kisterl mitgegeben.

Das war aber mit Kabelbindern befestigt, also nicht so einfach zu haben.
Einer hat jedenfalls dem Ansturm nicht standgehalten und lag zerschnitten am Boden ( Respekt, saubere Arbeit), der zweite trotzte und als ich wieder vorbeischaute, sah die Sache so aus, wie auf dem Foto.

Genialer Eingriff das!-
dadurch wird die 2. Ebene auch sichtbar, und es kommt Bewegung ins Bild.

Weil aber noch ein unversehrter Kabelbinder, den ich beim Montieren verloren hatte, am Boden lag, habe ich es doch wieder gerade gehängt,
- ein Reflex der Ordnungsfanatikerin in mir, ts, ts, ts ...

Donnerstag, 1. April 2010

... es geht wieder los!

Ende 2008/Anfang 2009 gab es im AUGUSTIN eine Serie von Bildern und Texten, die von der Blechbox (einem leeren, in eine Hauswand eingemauerten Kaugummikasten) und ihren verschiedenen Füllungen berichteten.
Heute beginnt eine neue Serie mit befüllten Boxen und ihren Abenteuern auf der Straße -weil aber so ein feines Plätzchen wie die alte Blechbox nicht so leicht zu finden war, sind es diesmal verschiedene Behältnisse, die sich dem Leben, dem Wetter und den Menschen draußen stellen. Wie es ihnen dabei ergeht, kann man in den kommenden Wochen im AUGUSTIN und hier mitverfolgen.

Unter blechbox.blogspot.com kann man die alte Serie nachlesen.

Und für feine Fotos sorgt diesmal ein Bloggerkollege, dessen Bilder von der Straße man auch hier findet:
www.subworld.at

Und damit kann es auch schon losgehen:
zur Saison passend lassen wir einen Hasen in den Straßen Wiens herumhängen.

Das zweite Bild zeigt, wie die Szenerie im Gemüsekisterl aussieht, wenn man sie nach menschlichen Maßtäben “richtig” herum präsentiert.
 ....jaja, die Schwerkraft und andere Naturgesetze, die sind doch manchmal lästig für Anhänger von Ordnung und 
 Fortschritt....




Noch ein drittes Bild mit einem Detail - 
die Nachricht an die MA48, eine Vorsichtsmaßnahme, die mir noch aus
Blechbox1 Zeiten geblieben ist ..., aber vielleicht lasse ich das in Zukunft einfach bleiben...